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Multiplikatoren

Page history last edited by Eva Burmeister 8 years, 2 months ago

Multiplikatoren in der fachspezifischen Hochschuldidaktik

Die hochschuldidaktischen Zertifikatsprogramme streben eine zusätzliche Qualifikation der Teilnehmenden als fachspezifische Multiplikatoren an. Durch die Erarbeitung hochschuldidaktischen Wissens  sowie durch die Reflexion der eigenen Lehrkonzepte, Lehrmethoden, Materialien und Evaluationen in den beiden Zertifikatsprogrammen, werden die Teilnehmenden befähigt eine hochschuldidaktische Unterstützung anderer Lehrenden in ihrem Fachbereich durchzuführen. Hierbei ist besonders hervorzuheben, dass die Teilnehmenden des Zertifikatsprogramms Lehrqualifikation Advanced durch die Erarbeitung eigener fachspezifischer Lehrmaterialien, wie Medien, Präsentationen, Klausuren etc. in den regelmäßigen Präsenzveranstaltungen ein reichhaltiges Repertoire für andere Lehrende in ihrem Fachbereich zur Verfügung stellen können. Darüber hinaus können alle Teilnehmenden der Zertifikatsprogramme ihre aufbereiteten Arbeitsmaterialien, methodische Ideen und Erfahrungen auf einer Onlineplattform zugänglich machen. 

 

Die Arbeit als Multiplikatoren ist freiwillig und schließt nach dem erfolgreichen Abschluss der Zertifikatsprogramme an, indem zwei weitere eintägige Workshops zur Multiplikatorenausbildung besucht werden. Die Absolventen können in ihrer Funktion als Multiplikatoren sowohl als Paten für neue Teilnehmenden zur Verfügung stehen, wie auch in ihrem Fachbereich als fachdidaktische Experten fungieren und beispielsweise eigenständige Workshops durchführen. 

Hierbei ist die Befähigung eigene fachdidaktische Workshops durchzuführen ein besonderer Anreiz der beiden Zertifikatsprogramme, da in der aktuellen hochschuldidaktischen Landschaft diese Angebote besonders stark nachgefragt sind. Durch die Arbeit als Multiplikatoren können die Absolventen so auch gleich ihre finanziellen Investitionen in die Ausbildung refinanzieren.

 

Ausbildungsaufbau und Inhalte der Multiplikatorenausbildung

Bei der Gestaltung der Multiplikatorenausbildung orientieren wir uns an den langjährigen Erfahrungen aus der Multiplikatorenausbildung hochschuldidaktischer Pilotprojekte, beispielsweise am "HDmod" von Prof. Dr. Dr. Johannes Wildt (HDZ Dortmund) und Martin Mürmann (Universität Paderborn und Kassel),  dem "Academic Development" an den hessischen Hochschulen und dem "Paderborn Academic Development"-Projekt.

Grundlegend werden zwei ganztägige Veranstaltungen angeboten, die die Multiplikatoren bei der Vorbereitung eigener Arbeitsmaterialien und der rechtlichen Gestaltung unterstützen sollen.

 

Workshop I: Vorbereitung von Arbeitsmaterialien  Workshop II: rechtliche Grundlagen  

Ziele:  

Die Teilnehmenden sollen

  • verschiedene hochschuldidaktische Grundlagenliteratur kennenlernen,
  • Kommunikationsstrukturen und Unterstützungsangebote in der Erwachsenenpädagogik kennenlernen,
  • eigene Arbeitsmaterialien für die Entwicklung eines fachspezifischen hochschuldidaktischen Kursprogramm vorbereiten. 

Ziele:

Die Teilnehmenden sollen

  • rechtliche Grundlagen bei der Durchführung von hochschuldidaktischen Veranstaltungen kennenlernen,
  • die Konzeption eines fachspezifischen hochschuldidaktischen Kursprogramms abschließen. 

Inhalte:

  • Studieren und Vorstellen hochschuldidaktischer Grundlagenliteratur
  • Rhetoriktraining in der Erwachsenenpädagogik
  • Arbeitsmaterialien für Kursprogramme

 

 

Inhalte:

  • rechtliche Grundlagen für freiberufliche Dozenten
  • Betreuung und Nachbereitung in der Erstellung eines fachspezifischen hochschuldidaktischen Kursprogramms 

Materialien:

  • Neues Handbuch Hochschullehre. 2011. Berlin: Raabe-Verlag. 
  • Hochschuldidaktik. Die Methodensammlung. 2008. Weinheim und Basel: Beltz Verlag. 
  • Lange, E. (2009). Schlüsselkompetenzen. Wie sie entstehen und verbessert werden können: Eine empirische Untersuchung bei Studierenden. Leverkusen: Barbara Budrich Verlag. 
  • Zeitschrift für das Hochschulwesen. Halle: Webler-Verlag.
  • Journal für Hochschuldidaktik. Dortmund: TU Dortmund. 

 

Materialien: 

  • Rainer Zech (2010) Handbuch Management in der Weiterbildung
  • Richard Merk (2005) Weiterbildungsmanagement: Bildung erfolgreich und innovativ managen 

 

 

 

 

 

Comments (3)

Alexander Schiller said

at 12:38 am on Dec 11, 2011

Spannend. Ich wäre dabei. Allerdings bin ich auch an einer Dozententätigkeit im Bereich der "Soft-skills" für Doktoranden interessiert. Näheres in einigen Tagen auf UniGestalten.

Jan Fendler said

at 10:06 am on Dec 12, 2011

Oliver H. am 10.12.2011 09:38
klingt interessant, wer erstellt und plant die Workshops? wie siehts mit den Kosten aus?

Jan Fendler am 12.12.2011 10:05 Meine Idee
Hallo Oliver,
in der hier vorgestellten Konzeption werden die beiden Workshops durch die hochschuldidaktische Einrichtung konzipiert und durchgeführt. Da die Mitarbeiter der hochschuldidaktischen Einrichtung bereits die zukünftigen Multiplikatoren weitergebildet haben, wissen sie auch am ehesten über mögliche Inhalte etc. Bescheid.

Die Kosten könnten anteilig sowohl durch die Teilnehmenden (Multiplikatoren), wie auch die jeweiligen Fakultäten übernommen werden. Hierbei ist mit eher geringen Kosten zu rechnen, ca. 800,00€ pro Workshop inklusive Personal.

Karsten Gäbler said

at 11:21 pm on Dec 13, 2011

Eine gute Idee - hier wird noch einmal gestützt, was – in manchen Bereichen zumindest – ohnehin schon informell getan wird. Allerdings sollte diese 'Laienbewegung', um das einmal etwas ketzerisch zu formulieren, nicht dazu führen, die Bedeutung einer professionellen hochschuldidaktischen (Weiter)Bildung zu unterminieren. Professionelle Begleitung ist meiner Ansicht nach hier unersetzlich.

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